• Lilli

Wildes Urban Gardening

Das erste Mal erlebte ich es live in Bad Säckingen, Schwarzwald. Mai 2018 im Urlaub. Bad Säckingen ist eine wunderschöne, malerische Stadt am Rhein und ist für die einmalige Holzbrücke – Wahrzeichen der Stadt – bekannt.

Beim Wandern am Rhein habe ich einen eingezäunten Garten mit dem Schild „StadtOasen“ gesehen. Das hat meine Neugierde geweckt. Ich fand die Idee großartig! „Gartenoasen in Bad Säckingen: Eine Stadt wird essbar“ – das klingt doch toll!

Dieses Projekt startete noch im November 2016. Es war ein großer Erfolg, ein Verein wurde gegründet und hatte anfangs 20 Mitglieder. Wo ich dort war, lief es gut und sah sehr ansprechend aus.

Vor einer Woche suchte ich nach den weiteren Infos, mit dem Ziel, hier darüber zu schreiben. Zu meiner Enttäuschung musste ich feststellen – anscheinend gibt es kein Urbanes Gardening mehr. Meine E-Mail kam zurück „Ihre Nachricht konnte nicht an mail@stadtoasen.info zugestellt werden, da der Remote-Server falsch konfiguriert ist“.


Und im Internet fand ich einen traurigen Bericht „Vereinsgarten in Bad Säckingen verwüstet“ 27.01.2020:

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist in Bad Säckingen der Gemeinschaftsgarten des Vereins Stadtoasen an der Rheinaue verwüstet worden. Jetzt wendet sich der Vereinsvorsitzende Stefan Meier in einem offenen Brief an die bislang unbekannten Übeltäter. "Steht zu euren Taten und tragt die Verantwortung", lautet seine klare Forderung an die Randalierer.

Und auch das:

Zerstörungswut trifft Stadtoasen: Die Täter haben eine Schneise der Verwüstung im Garten des Vereins hinterlassen. Der Verein Stadtoasen ist entsetzt über den Vandalimus in ihrem Gemeinschaftsgarten. Sie verdächtigen Jugendliche und erstatten Anzeige gegen Unbekannt. Die Täter verbrannten unter anderem das Tomatenhaus und versenkten einen Auto-Anhänger im Rhein.

Bilder sprechen für sich – entsetzlich!

Es gab auch StadtOasen in Aachen. STADTOASEN e.V. - Verein für Urbanes Leben, gegründet im 1999 (!) Und auch hier ist Stille, seit 2008. Ohne Kommentare!

Warum schreibe ich das?

Meine Stadt Mönchengladbach ist gerade dabei ein ähnliches Projekt umzusetzen! Das hat einen beeindruckenden Namen Ewilpa® : Wildes Urban Gardening und befindet sich im Aufbau.

Was ist Ewilpa?

Essbare­Wildpflanzen­Parks.

Was sind essbare Wildpflanzen­parks?

Bei der Gestaltung von Essbare­Wildpflanzen­Parks werden krautig wachsende Wildpflanzen, Stauden, Sträucher und Bäume gepflanzt, um diese dann kontrolliert verwildern zu lassen. Die Parks sind je nach den örtlichen Gegebenheiten möglichst vielfältig angelegt: Baumhaine und Hecken, Wiesen, Beeren- und Kräutergärten, Streuobstwiesen, Brachflächen und Feuchtgebiete ergeben im harmonischen Zusammenspiel sowohl ein artenreiches Biotop als auch eine idyllische Erholungslandschaft.

Essbare Wildpflanzen bieten das ganze Jahr über eine gesunde und schmackhafte Bereicherung des Speiseplans. Als Wildpflanzen gedeihen sie ohne menschliches Zutun – sie werden uns von der Natur geschenkt! Vorteile:

  • ohne Züchtung

  • ohne Gentechnik

  • ohne Dünger

  • ohne Agrarchemie

  • ohne lange Transportwege

  • weder Verpackung noch Müll

  • garantiert frisch

  • Nutzung regionaler und saisonaler Ressourcen

Fotos sind aus dem Internet.

Ich habe mir vorgenommen, diesen Park vor Ort anzuschauen und ich werde darüber berichten ;-) Seid ihr auch neugierig???

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