• Lilli

Papiertaschentuch - mein kleines Experiment.

Was sehe ich am meisten, wenn ich Müll in der Natur sammeln gehe? Papieraschentücher! Ganz am Anfang habe ich die auch in meinen Müllbeutel gesteckt. Bis ich ein Taschentuch fand, das ziemlich ekelhaft war… Seit dem lasse ich sie liegen.

Nein, ich bin nicht gegen Taschentücher aus Papier.

Ich möchte einfach, dass man sich mit diesem Thema auseinander setzt - jeder einzelne Mensch, der so ein „Tempo“ benutzt.

Der Grund - hinter einem kleinen Taschentuch aus Papier verbirgt sich ein ganzer Wald, voller lebende Bäume.

Mein Experiment war einfach.

Am 24. August habe ich in meinem Garten ein Taschentuch deponiert. Es war benutzt, ich habe es mit dem Stein beschwert, damit es nicht wegfliegt. Das Taschentuch lag auf einer offenen Stelle unter Sonne, Wind und Regen. Bis es sich endgültig zersetzt hat und absolut nichts mehr da war, hat es knapp 2 Monate gedauert. Im Oktober haben wir sehr viel Regen gehabt, deshalb wurde die Zersetzung beschleunigt.

Mein Fazit: Ein Papiertaschentuch braucht 2 Monate, um sich vollständig aufzulösen.

Wow, super… wie schnell! Dann ist doch kein Problem, wenn ich mein Taschentuch fallen lasse. Der Regen wird das schon regeln.

Nein, eben nicht! DAS ist Müll und gehört in den Mülleimer. Und zwar nur in den Restmüll – nicht in Altpapier oder Klo!!!

Wenn man etwas über die Papiertaschentücher recherchieren möchte, findet man ganz schnell die nötige Information:

  • Papiertaschentücher gehören zu Hygienepapier.

  • Der Markt für Papierprodukte aus frischen Fasern wächst rasant.

  • Der Absatz von Recycling-Alternativen nimmt stetig ab.

  • Die Herstellung benötigt viel Holz, Energie und Wasser und führt zur Einleitung gefährlicher Stoffe in Gewässer.

  • Das ist Einwegprodukt und die Papierfasern werden nach dem Gebrauch als Abfall entsorgt. So gehen sie dem Papierkreislauf verloren.

  • Immer mehr Papierfasern für den deutschen Hygienepapiermarkt stammen aus Brasilien – auch von ökologisch umstrittenen Plantagen!

Was kann man tun?

  1. Sparsam verwenden.

  2. Richtig entsorgen.

  3. Das Recyclingpapier benutzen und auf das Siegel achten. Gesundheitlich unbedenklich: Hygienepapiere aus Recyclingpapier mit dem Blauen Engel.

  4. Die Alternative aus Stoff wählen – das ist wohl die beste Lösung!

Weiterführende Links:

Umwelt Bundesamt

Verbraucherzentrale

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