• Lilli

Dalheim, Nationalparkregion MeinWeg

Ziemlich kalt heute, nur + 3°C. Die Innenstädte sind am Sonntag leer. Und in der Krisenzeit entdecken die Stadtmenschen die Natur. So viele Leute, wie heute im Wald, habe ich noch nie zuvor gesehen!


Dalheimer Mühle ist ein beliebter Treffpunkt gewesen, besonders im Sommer. Jetzt ist das Lokal zu, aber der Wald nicht. Und wo viele Menschen sind, ist auch viel Müll. Aber nein, das war nicht der Fall! Ich habe nur ein paar Sachen zum Entsorgen gefunden.




An einigen Stellen im Waldgebiet sah man nur tote Bäume, die wegen Dürre in den letzten Jahren kaputtgegangen sind. Wahrscheinlich wird das irgendwann mal neu aufgeforstet.





Der Spaziergang war sehr schön. Kleine Zapfen wanderten in meinen Rucksack. Auch ein paar Tannenzweige, die auf dem weichen Waldboden zwischen Nadelbäumen lagen. Weiße Rinde von den gefallenen Birken bot sich für ein Gesteck an. Ich liebe diese Naturmaterialien, daraus kann man ganz einfach schöne Sachen zaubern.


Dieses große Areal gehört zum Naturschutzgebiet, d.h. hier dürfen überhaupt keine lebenden Pflanzen gesammelt werden. Aus diesem Grund nehme ich nur den „Abfall“ mit, das was auf den Boden gefallen ist und nicht mehr lebt.

In diesem wunderschönen Wald gibt es auch unzählige Moosarten. Für viele Menschen, die gerne basteln, ist es ein schöner Füller für die Weihnachtsgestecke. Aber viele Moosarten fallen unter den besonderen Artenschutz, da diese vom Aussterben bedroht sind und weil ich sie gar nicht voneinander unterscheiden kann, kaufe ich mein Moos lieber beim Fachmann (Gartencenter, Florist).


Das schönste Erlebnis heute war der Kranichzug. Sie flogen mit lautem Geschrei gen Süden. In diesem Jahr etwas später als sonst. Normalerweise beobachte ich sie Anfang November.




Und von diesem Harz habe ich mir ein Stück mitgenommen. Zu Hause über die Kerze geräuchert, erinnerte mich der weiche, aromatische Duft an den wunderschönen Spaziergang im Dalheimer Wald.



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